Das war der Future Talk #2 am 9.11.2018

Beim zweiten Future Talk debattierten wir in Köln über die Zukunft der Branche. Mehr Initiative von Designern bei Künstlicher Intelligenz gefordert.

Das von Pariser Studenten mittels einer programmierten Maschine hergestellte Gemälde, das unlängst bei Christie’s in New York für 432.500 US-Dollar verkauft wurde, zeigt: Kreativität und Künstliche Intelligenz ist keine Utopie. Welche technischen Entwicklungen es bereits gibt und welche Herausforderungen in Zukunft auf die Designbranche warten, war Thema des Symposiums beim Future Talk #2 am 9. November 2018 in der Design Post Köln. Bei der Veranstaltung von KölnDesign e. V., unterstützt von der Stadt Köln, Stabsstelle für Medien- und Internetwirtschaft, boten fünf Impulsvorträge die Basis für vielschichtige Diskussionen und intensiven Austausch der Teilnehmenden.

Ein wichtiger Aspekt des Future Talks ist das Interdisziplinäre. Neben Designern waren daher weitere Experten unterschiedlicher Branchen eingeladen. Während Charalampos Theocharidis, Ingenieur für Maschinenbau der infoteam Software AG, die Arbeitsweisen von Künstlicher Intelligenz aus technologischer Sicht erläuterte, demonstrierte Axel Steinkuhle, wie Designer sie als Werkzeug einsetzen können: Er zeigte Anwendungen aus Virtual und Augmented Reality, die erst durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz möglich werden. Insbesondere die Vernetzung und Synchronisierung verschiedener Endgeräte mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz sei hier wegweisend. Dr. Martin Brüchert, VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, Bonn, verwies aus Sicht der Zukunftsforschung darauf, dass Künstliche Intelligenz immer schneller neue Entwicklungsstufen erreichen wird. Er sieht vor allem die Kompetenzen von Designern gefragt, wenn es um die Schnittstelle von Mensch und Maschine geht. Dr. Stephanie Sommer, promovierte Kulturanthropologin und Inhaberin des Unternehmens KulturBroker aus Heidelberg, fragte nach dem Selbstverständnis des kreativen Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz. Sie rief die Designer dazu auf, sich aktiv sowohl in die Entwicklung wie in die Anwendung Künstlicher Intelligenz einzubringen. Denn aus den technologischen Herausforderungen würden zunehmend gestalterische und gesellschaftliche. Mehr Input durch den Menschen wünschte sich auch Oliver Hardes von der nexum AG, um auf der Basis von Algorithmen bedürfnisorientiertere Serviceleistungen anbieten zu können.

Fotos: Kathrin Mauksch

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