Ulis Corona-Geschichte

Bitte stell dich kurz vor und erzähl uns, was du beruflich machst.

Ursprünglich komme ich aus dem Fotodesign. Neben der Fotografie mache ich Videos und arbeite im Grenzbereich zwischen feststehenden und bewegten Bildern. Das sind zum Beispiel interaktive Bilder oder außergewöhnliche Präsentationsformen im digitalen und analogen Bereich vom Cinemagraphen bis zum Wackelbild. Neben meiner Arbeit als Designer betreibe ich eine Agentur, um meinen Kunden auch die Leistungen rund ums Bild anbieten zu können. Von der Print-Gestaltung bis zu kleineren Messebauprojekten. Außerdem leite ich das IFAG Institut für Angewandte Gestaltung. Dort bilden wir junge Designer*innen im Kommunikations- und Fotodesign aus und coachen sie individuell bei ihrem Berufseinstieg.

 

2020 war pandemiebedingt ein Ausnahmejahr. Wie erging es dir als Kreative*r in der ersten Zeit?

Meine Firmenkunden sind in Schwierigikeiten geraten und haben in der Folge die Aufträge an mich gestoppt.

 

In der Not entstehen manchmal kreative neue Ideen. Hast du währenddessen alternative Geschäftsideen entwickelt und ausprobiert, um neue Projekte und Kund*innen zu erreichen? Hat sich deine Arbeitsweise verändert?

Ich habe interaktive Bilder entwickelt. Sie verändern sich bei Geräuschen. Nun will ich daran arbeiten, dass sich die Bilder bei Bewegung des Betrachters verändern.

 

Persönliche Kundenmeetings, Projektarbeiten direkt beim Kunden oder auch Netzwerken waren zeitweise komplizierter oder gar nicht möglich. Wie hast du dies in der Pandemiezeit gelöst? Welche digitalen Tools und Apps hast du verwendet, die dir dabei geholfen haben?

Wie die meisten anderen auch durch Online-Konferenzen. Tools waren vor allem Zoom, Skype und Jitsi. Außerdem unterstütze ich meine Kunden bei der Verbesserung ihrer Online-Konferenzen zum Beispiel durch den Einsatz von Green Screen.

 

Hast du Online-Möglichkeiten genutzt zu „netzwerken“? Wenn ja, wo tummelst du dich, z.B. auf Social Media oder Onlineportalen?

Instagram. Daneben werde ich LinkedIn Zukunft stärker nutzen.

 

Inwiefern wird sich durch die Erfahrung von „Homeoffice“ oder „Remote-Arbeiten“ dein zukünftiges Arbeiten ändern?

Ich habe meinen Auftritt bei Online-Konferenzen weiterentwickelt und werde das auch in Zukunft weiter vorantreiben.

 

Haben sich deine Kund*innenbeziehungen in Corona-Zeiten verändert? Sind sie evtl. enger geworden, hast du dich mit deinen Kund*innen zum Thema austauschen können? Hast du das Gefühl bekommen, dass sich der/die Kund*in auch der Corona-Auswirkungen für dich bewusst geworden ist?

Die meisten meiner Kundenbeziehungen waren schon vorher eng und vertrauensvoll. Ihnen sind die Corona-Auswirkungen auf mich bewusst. Sie können aber wenig für mich tun, da sie selber stark unter der Krise leiden.

 

Was war die größte Hürde im Jahr 2020 für dich?

Die enormen Umsatzverluste ausgleichen.

 

Wie hast du dich während des Lockdowns motiviert?

Kreative freie Projekte. Und Aufräumen. :o)

 

Was vermisst du am meisten?

Menschen persönlich treffen.

 

Was kannst du Positives für dich aus der Pandemie mitnehmen?

Die digitale Entwicklung bietet spannende neue Möglichkeiten.

 

Was ist das erste, was du machst, wenn’s wieder erlaubt ist?

Picknick im Park.

 

Wie sind deine Pläne für 2021? Was wünscht du dir, was sich 2021 positiv ändern sollte?

Ich hoffe, dass die Wirtschaft baldmöglichst wieder Fahrt aufnimmt und die gestoppten Aufträge nachgeholt werden können.

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