Christophs Corona-Geschichte

Bitte stell dich kurz vor und erzähl uns, was du beruflich machst.

Ich heiße Christoph Kraneburg und bin freiberuflicher Architekturfotograf.

 

2020 war pandemiebedingt ein Ausnahmejahr. Wie erging es dir als Kreative*r in der ersten Zeit?

Direkt zu Beginn kam es mir entgegen, da ich eine Veranstaltungslocation in Berlin fotografierte und ich viel Platz und Ruhe hatte. Aber es war gespenstisch – allein schon die Zugfahrt gefühlt in einem Privatzug und die Ankunft in Berlin. Nach einem weiteren Job in Köln, bei dem mir die Leere ebenfalls half, wurde es ruhig.

 

In der Not entstehen manchmal kreative neue Ideen. Hast du währenddessen alternative Geschäftsideen entwickelt und ausprobiert, um neue Projekte und Kund*innen zu erreichen? Hat sich deine Arbeitsweise verändert?

Ich habe die Arbeit an meiner neuen Webseite vorangetrieben und meinen noch frischen Instagram-Account deutlich erweitert.

 

Persönliche Kundenmeetings, Projektarbeiten direkt beim Kunden oder auch Netzwerken waren zeitweise komplizierter oder gar nicht möglich. Wie hast du dies in der Pandemiezeit gelöst? Welche digitalen Tools und Apps hast du verwendet, die dir dabei geholfen haben?

Email, Instagram, Telefonate, Zoom, Jitsi und Skype

 

Hast du Online-Möglichkeiten genutzt zu „netzwerken“? Wenn ja, wo tummelst du dich, z.B. auf Social Media oder Onlineportalen?

KölnDesign, Instagram, selected views, nextroom und Webseite

 

Inwiefern wird sich durch die Erfahrung von „Homeoffice“ oder „Remote-Arbeiten“ dein zukünftiges Arbeiten ändern?

Mein eigentliches Arbeiten wird sich dadurch nicht verändern, aber freie Arbeiten sind und werden im Netz stärker vertreten (sein) und die Präsenz in einer Onlinegalerie ist geplant.

 

Haben sich deine Kund*innenbeziehungen in Corona-Zeiten verändert? Sind sie evtl. enger geworden, hast du dich mit deinen Kund*innen zum Thema austauschen können? Hast du das Gefühl bekommen, dass sich der/die Kund*in auch der Corona-Auswirkungen für dich bewusst geworden ist?

Die Kontakte sind teilweise nur insofern enger geworden, da es einen Austausch über die Corona-Auswirkungen mit den beidseitigen Auswirkungen gab und gibt.

 

Was war die größte Hürde im Jahr 2020 für dich?

Mit den Auswirkungen der Pandemie zurecht zu kommen.

 

Wie hast du dich während des Lockdowns motiviert?

Positiv denken, (Entschleunigung, keine Termine), Zeit mit meinen Kindern und auch Freunden, Sport, neue Chancen erkennen auch global gesehen z.B Klima.

 

Was vermisst du am meisten?

Das normale Leben mit Ausgehen, mehr als nur zwei drei Leute gleichzeitig treffen, Konzerte, Tanzen, Feiern, Reisen und einfach weniger Abstand und wieder herzliche Begrüßungen. Es fehlen einfach viele Impulse.

 

Was war dein lustigstes, was dein traurigstes Erlebnis in der Pandemie?

Etwas wirklich Lustiges in diesem Zusammenhang fällt mir spontan nicht ein. Aber schön, dass mein 91-jähriger positiv getesteter Vater den Virus ohne jegliche Symptome überstanden hat. Traurig war es all die schon geplanten Aktionen, Fahrten, Geburtstage und Familientreffen absagen zu müssen.

 

Was kannst du Positives für dich aus der Pandemie mitnehmen?

Siehe Punkt "Motivation" und Bewustsein für die wesentlichen Dinge. Zu Erkennen, dass meine Kinder bisher ganz gut mit der Situation zurecht kommen.

 

Was ist das erste, was du machst, wenn’s wieder erlaubt ist?

All das unter Punkt "Was vermisst Du am meisten", aber als aller erstes vielleicht spontan mit Freunden ein Bier trinken gehen.

 

Wie sind deine Pläne für 2021? Was wünscht du dir, was sich 2021 positiv ändern sollte?

Ich wünsche mir, das meine Kinder ohne langfristige Auswirkungen die Pandemie hinter sich lassen werden. Was sich positiv ändern sollte, ist ja schon in ein paar Punkten erwähnt, meine eigenen Pläne teilweise auch. Ich möchte aber auch meine Arbeit und eigenen Arbeiten vorantreiben, da ich Freude daran habe.

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